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Mit der Frage nach der Haustierhaltung in Mietwohnungen sind Makler regelmäßig konfrontiert. Wir haben die wichtigsten Antworten auf die Fragen, wann Tierhaltung erlaubt oder verboten ist und warum Vermieter die Regelungen nicht einfach einseitig ändern können.*

„Die Haltung von Kleintieren wie Vögeln oder Hamstern ist schon seit längerer Zeit erlaubt“, weiß Roman Affenzeller von Just Immobilien, und betont: „Auch Hunde und Katzenhaltung in der Wohnung darf vom Vermieter seit kurzem nicht mehr grundsätzlich verboten werden.“

Gibt es im Mietvertrag zum Thema Tierhaltung keine Regelung sind also übliche Haustiere grundsätzlich erlaubt. Vermieter und Nachbarn haben zwar Rechte, sich Störungen wie nächtelanges Hundegebell zu verbitten, jedoch nicht die Tierhaltung an sich. „Unterschreibt der Mieter im Vertrag ein explizites Tierhaltungsverbot, ist er aber später schon auch daran gebunden“, betont der Experte von Just Immobilien. Faktisch darf ein Vermieter aber nur die Hunde- und Katzenhaltung untersagen, Aquarien, Hamster oder Wellensittiche jedoch nicht.

Rücksicht auf die Nachbarn
Ganz anders verhält sich das bei der Haltung von Wildtieren wie Schlangen. Diese fallen nicht unter die übliche Nutzung einer Wohnung, auch ohne ein ausdrückliches Verbot im Vertrag muss der Vermieter die Haltung solcher „Exoten“ nicht dulden.

In jedem Fall gilt bei der Anschaffung bzw. Mitnahme von Tieren in Mietwohnungen der Grundsatz: Die Interessen beider Parteien sollten im Einzelfall immer schon rechtzeitig abgewogen werden, um spätere Probleme zu vermeiden. „Nicht zuletzt sollte man dabei auch Rücksicht auf seine direkten Nachbarn nehmen“, so Affenzeller. Denn erwähnt der Mieter seinen Hund oder seine Katze nicht von Beginn an, hat der Vermieter auch das Recht, später zu verlangen, das Tier abzugeben. Eine Verweigerung kann nicht zuletzt zum Ende des Mietverhältnisses führen.

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